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deejaymoni
Darsteller
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Joined: 16 Jun 2003
Posts: 514
Location: Hamburg
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Preisgekrönter Rebell
Hollywoods böser Bube. Method Man. Madonna-Gatte. Großmaul. Schläger. Nützlicher Idiot Saddams. Kommunist. Schrecken der Paparazzi. Bester Schauspieler seiner Generation und nach drei Fehlschlägen mit "Mystic River" endlich stolzer Oscar-Preisträger.
Klischees gibt es viele über Sean Justin Penn, und beileibe nicht alle treffen ins Schwarze. Seit den frühen 80ern setzt er Kritiker und Cineasten in helle Verzückung, und obwohl er nur selten die Kasse so richtig zum Klingeln bringt und bei den Oscars bis zu diesem Jahr leer ausging, gilt das sperrige Talent doch als absoluter Star und polarisiert das Publikum weit über den Rahmen des Filmbiz hinaus.
Geboren am 17. August 1960 in Santa Monica als Sohn des "Columbo"-Regisseurs Leo Penn und der Filmschauspielerin Eileen Ryan, wächst der mittlere von drei Brüdern in direkter Nachbarschaft anderer künftiger Jungstars wie der Gebrüder Sheen/Estevez auf. So wundert es nicht, dass der junge Sean einen frühen Hang zum Showgeschäft erkennen lässt - selbst wenn der Film in Jugendjahren noch hinter Leidenschaft Nummer 1, dem Skateboard, zurück stehen muss.
Kiffer und Knastbrüder
1981 liefert Penn ein eindrucksvolles Debüt im Kadettendrama "Taps" an der Seite des durchstartenden Tom Cruise. Ein Jahr später übernimmt er die Rolle des ständig bekifften Surfers Jeff Spicoli im Teenie-Sommerhit "Ich glaub' ich steh' im Wald" und spielt Jennifer Jason Leigh und Forest Whitaker glatt an die Wand. Die Kritiker wählen Penn zum Newcomer der Saison und das Publikum feiert ihn als jugendlichen Nachfolger von John Belushi.
Doch Penn hat keine Lust auf frühe Rollenklischees, lehnt alle Spicoli-Rollen in Bausch und Bogen ab. Lieber feilt er sich bis dato gesunde Zähne schief, um im Knastdrama "Bad Boys" glaubwürdig einen Aso zu spielen. Schräge Typen wie der Drogist aus "Der Falke und der Schneemann" oder der junge Dieb aus "Auf kurze Distanz" sind fortan sein Ding. Die Kritiker feiern ihn als jugendlichen Nachfolger von Robert De Niro.
Prügel für Paparazzi
1985 kommt Stimmung in die Bude, als Penn die aufstrebende Sängerin Louise Ciccone aka. Madonna ehelicht und damit erstens für ein Weilchen das Gespür für gute Stoffe an der Garderobe abgibt und zweitens in den Fokus der internationalen Sudelpresse rückt. Penn verbeult ein paar Paparatzen die gepuderten Näschen, was ihm niemand ernsthaft übel nimmt.
Als er jedoch 1987 am Set des Dennis-Hopper-Comebacks "Colors" einen Statisten k.o. schlägt, ist Schluss mit lustig und der begeisterte Amateurboxer wandert für 32 Tage hinter Schwedische Gardinen. Eine Erfahrung mehr im Leben eines Method Actors.
Rücktritt vom Rücktritt
1989 ist das Kapitel Madonna beendet: Man trennt sich im Streite, und Penn tut Gott und der Welt kund, garantiert nie wieder einen Schritt vor die Kamera zu machen. Der von einem eindrucksvollen Regiedebüt ("Indian Runner") untermalte Vorsatz hält genau bis 1993.
Dann ruft Brian De Palma wegen "Carlito's Way" an und die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit Al Pacino gibt den Ausschlag. Auch mit der politisch korrekten Susan Sarandon arbeitet der bekennende Linksaußen gerne zusammen: Für sein Verbrecherporträt im Anti-Todesstrafenplädoyer "Dead Man Walking" von 1995 wird Penn wieder einmal für den Oscar nominiert - und wieder gewinnt er nicht.
Papa Penn mit vollem Terminkalender
1996 lernt Penn mit der Schauspielerin Robin Wright offenbar die richtige Frau kennen. Man bezieht eine Farm in der Prärie und freut sich bald über zwei Kinder.
Derart beflügelt wird 1997 zum aktivsten Jahr in Penns Karriere, u.a. mit der Oliver-Stone-Kontroverse "U-Turn" und David Finchers Großbürger-Irrgarten "The Game". Es folgen das Terence-Malick-Drama "Der schmale Grat", Woody Allens Jazzer-Portrait "Sweet and Lowdown" und 2001 mit der Dürrenmatt-Adaption "Das Versprechen" wieder einmal eine Regiearbeit, nach "Crossing Guard" erneut mit Lieblingsdarsteller Jack Nicholson.
Gegen den Strom
Den nächsten multimedialen Auftritt gibt's für Sean Penn dank George W. Bush:
Penn mag nicht ins patriotische Geheul einstimmen, erlaubt sich eigene Gedanken zum "11'09"01 - September 11", kündigt Saddam Hussein einen Besuch an und bezeichnet den aggressiven TV-Rechtsausleger Bill O'Reilly als geistigen Blutsbruder Adolf Hitlers.
Prompt schlägt das Imperium zurück: Forderungen, Penn-Produkte zu boykottieren, erklingen lauter als jeder andere Versuch, kritische Künstler von Martin Sheen bis zu den Dixie Chicks mundtot zu machen.
Aller guten Dinge sind vier
Am Ende nutzt der Krawall allen: O'Reilly schreibt fette Quoten und Penn wird nach einem aufsehenerregenden Gastspiel in Amerikas prominentester Sitcom "Friends" von abgebrühten Größen wie Clint Eastwood zum Tänzchen gebeten.
Mit "Mystic River" und "21 Gramm" beweist Penn in zwei höchst unterschiedlichen, aber gleichermaßen großartigen Dramen, dass er noch immer der Charakterdarsteller Nummer 1 ist: ob als gewalttätiger Anführer eines zerbrechenden Freundestrios oder herzkranker Todesphilosoph in tragischen Liebeswirren.
So sieht es auch die Academy: Im vierten Anlauf gab's für "Mystic River" endlich den Oscar als bester Hauptdarsteller. Außerdem musste in diesem Jahr schließlich jemand Michael Moore ersetzen.
Und Penn enttäuschte nicht. Seine Dankesrede begann mit den Worten: "Wenn es etwas gibt, das ein Schauspieler weiß - außer natürlich, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gibt - dann ist es, dass es so etwas wie den BESTEN Schauspieler gar nicht gibt!"
(kino.de) |
Ich finde Sean Penn gehört nicht nur jetzt seit seinem ersten Oscar zum Top Schauspieler sondern für mich seit er in "Der schmale Grat" gespielt hat gehört er zur Elite dazu.
Was haltet ihr von Sean Penn?
kisses deejaymoni |
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-SuperHotGiantAlien-
Beleuchter
Gender:
Joined: 27 Sep 2003
Posts: 77
Location: Mönchengladbach
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Ich fand ihm in den einen film gut wo er in der arest zelle saß weiss nur nicht mehr wie der hieß aufjeden fall war der gut
edit by deejaymoni: Ich glaube du meinst Dead Man Walking mit Susan Sarandon. |
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<<<<MFG>>>>
SuperHotGiantAlien |
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Ben Kenobi
Guest
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Großartiger Schauspieler! Sean Penn hat den Oscar in diesem Jahr vollkommen zu recht bekommen.
Im vierten Anlauf konnte die Academy ihn einfach nicht mehr ignorieren.
Imho auch ein äußerst intelligenter Mensch: Man muss sich nur einmal seine poilitischen Äusserungen anhören. |
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schwarzweiss
Kameramann
Gender:
Joined: 19 Apr 2003
Posts: 311
Location: Sonnenbühl
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Posted:
10.10.2004 14:15 |
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Ich fand seine Rolle in 'Ich bin Sam' hat er sehr gut gespielt, aber auch in anderen Filmen hat er mir sehr gut gefallen |
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Wenn Engel hassen
stürzen sie wie Steine aus dem Himmelszelt;
wenn Engel hassen
fliegen sie als dunkle Vögel in die Welt;
wenn Engel hassen
landen sie als schwarzer Schatten der uns quält
und nehmen Rache
an den Menschen, die gefallen sind wie sie. |
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