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Maestro
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Irankrieg eine "Option"
Bush: Atomstreit notfalls mit Gewalt lösen
US-Präsident George W. Bush schließt einen Militärschlag gegen Iran nicht aus, falls Teheran nicht umfassend über sein Atomprogramms Auskunft gibt. Bush sagte in einem am Montag veröffentlichten Interview des US-Senders NBC, er hofft auf eine diplomatische Lösung des Atomstreits mit Iran, schließe jedoch auch niemals eine andere Option aus. "Ich werde niemals irgendeine Option vom Tisch nehmen", sagte Bush. Der Interviewer hatte den Präsidenten gefragt, ob er sich gegen eine militärische Aktion gegen Iran ausspreche, wenn Teheran die internationale Gemeinschaft weiterhin über die Existenz eines Atomwaffenprogramms im Unklaren lasse.
Bush betonte in Anspielung auf die Bewertung des irakischen Gefahrenpotenzials vor dem Sturz Saddam Husseins und den deshalb begonnenen Irakkrieg, in letzter Konsequenz würde er zum Schutz seiner Landsleute erneut militärische Macht einsetzen. Er hoffe, dass dies aber nicht nötig sein werde.
Alles erfunden
Die US-Regierung hatte am Montag einen Bericht der Zeitschrift "New Yorker" zurückgewiesen, nach dem geheime US-Kommandos in den vergangenen Monaten mögliche Angriffsziele in Iran ausgespäht hätten. Bush habe die Vorbereitung für neue Kriege angeordnet, berichtete der US-Starreporter Seymour Hersh in der am Montag erschienenen Ausgabe der angesehenen Zeitschrift. Laut US-Regierung ist der Bericht voll mit "erfundenen Behauptungen". Den Vorwurf, US-Kommandos hätten in Iran operiert, dementierte sie nicht ausdrücklich. Irans Verteidigungsminister Ali Schamchani meinte, die USA würden es nicht wagen, sein Land anzugreifen.
Bush habe die Kontrolle über die US-Geheimdienste und das Verteidigungsministerium übernommen und verfolge mit ihrer Hilfe ein "aggressives und ehrgeiziges Programm gegen Iran und gegen Ziele im Krieg gegen den Terrorismus", so Hersh. US-Spezialeinheiten hätten versucht, rund drei Dutzend chemische und nukleare Anlagen sowie Raketenabschussbasen in Iran auszuforschen. "Die US-Regierung will verhindern, dass es in Iran noch einmal eine solche Fehleinschätzung von Massenvernichtungswaffen gibt wie im Irak", sagte er CNN.
Ziele für mögliches Bombardement zu suchen
Der Journalist, der 2004 mit als erster den Skandal um Gefangenenmisshandlung im irakischen Militärgefängnis Abu Ghoreib aufgedeckt hatte, berief sich bei seinen Angaben auf einen dem Pentagon nahe stehenden Berater. Seit Sommer 2004 stießen US-Teams über die pakistanische Grenze nach Iran vor. Absicht sei es, Ziele für ein mögliches Bombardement zu suchen, um "so viel militärische Infrastruktur wie möglich zu zerstören".
US-Präsidentenberater Dan Bartlett meinte in einem CNN-Interview, der Beitrag von Hersh sei "voller Ungenauigkeiten". Er bezweifle, dass die von Hersh gezogenen Schlüsse auf Tatsachen basierten. "Natürlich sehen wir Iran mit Sorge", sagte Bartlett. Die USA setzten aber auch in der Frage des umstrittenen iranischen Atomprogramms auf Diplomatie sowie die Anstrengungen der Europäer und die Internationale Atomenergiebehörde. Militärisches Vorgehen der USA könne man allerdings nicht grundsätzlich ausschließen.
Ziel: "Unseren Auftrag erledigen"
Rice legt sich nicht auf Zeitplan für Irak-Abzug fest
Die designierte amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice will sich nicht auf einen Zeitplan für den Abzug der US-Truppen aus dem Irak festlegen. Bei einer Anhörung vor dem Außenpolitischen Ausschuss des Senats sagte die bisherige Nationale Sicherheitsberaterin am Dienstag in Washington, dies hänge von der Fähigkeit des Iraks ab, sich selbst gegen Terroristen zu verteidigen. Und die USA müssten den Irakern dabei helfen, sagte Rice.
"Das Ziel ist es, unseren Auftrag zu erledigen", sagte die 50-Jährige zur Irak-Politik der Regierung von Präsident George W. Bush. Derzeit konzentriere man sich darauf, die für den 30. Januar geplante Parlamentswahl zu sichern. Vor allem beim Thema Irak musste sich Rice kritische Fragen sowohl der demokratischen als auch der republikanischen Senatoren gefallen lassen.
"Zeit für Diplomatie gekommen"
Rice verteidigte die Entscheidungen der Regierung nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Sie seien "schwierig und notwendig und richtig" gewesen, sagte sie mit Blick auf den Irak-Krieg und den Krieg in Afghanistan. Bushs Führungsstärke nach dem 11. September habe dazu beigetragen, eine Machtbalance in der Welt zu schaffen, die die Freiheit begünstige.
Auf das Verhältnis zu den Verbündeten der USA eingehend, das wegen des Irak-Kriegs gelitten hat, sagte die designierte Nachfolgerin von Colin Powell, sie wolle die Beziehungen zu den alten und den neuen Partnern stärken. Jetzt sei die Zeit für Diplomatie gekommen, sagte sie.
Geschlossenheit gegen Nordkorea und Iran gefordert
Dem Kongress versprach Rice im Falle ihrer Bestätigung durch den Senat eine Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg, damit ihre Außenpolitik im Parlament breite Zustimmung finde. Die erste Herausforderung bestehe darin, das amerikanische Volk und die Völker aller freien Nationen zu einen, um die gemeinsamen Probleme zu lösen. Rice forderte vor allem Geschlossenheit, um den Iran und Nordkorea dazu zu bringen, ihre Ambitionen auf ein Atomwaffenprogramm aufzugeben und stattdessen den Pfad des Friedens zu beschreiten.
Bushs Kandidatin für das Außenministerium brachte auch zum Ausdruck, dass die US-Regierung an ihrem Ziel der Demokratisierung des Nahen Ostens festhalten werde. "Solange der Nahe Osten eine Region der Tyrannei, der Verzweiflung und der Wut bleibt, wird er Extremisten und Bewegungen hervorbringen, die die Sicherheit Amerikas und unserer Freunde bedrohen", sagte Rice. Sie kündigte ein aktive Rolle im Nahost-Friedensprozess an und stellte sich hinter die Idee eines palästinensischen Staates. Rice deutete an, dass die USA einen eigenen Beauftragten für die Palästinenser ernennen könnten.
Powell als "Freund und Mentor" gewürdigt
Den bisherigen Außenminister Powell, der nach der Wiederwahl Bushs im November seinen Rücktritt erklärt hatte, würdigte sie als "meinen Freund und Mentor". Im Gegensatz zu Powell, der dem gemäßigten Lager zugerechnet wird, gilt Rice als Vertreterin der so genannten Falken.
Der Vorsitzende des Senatsausschusses, der Republikaner Richard Lugar, begrüßte Rice zu Beginn der Anhörung mit herzlichen Worten. Lugar sagte, Rice sei für das Amt der Außenministerin sehr qualifiziert. Man sei dankbar, dass eine Persönlichkeit ihrer Statur bereit sei, hervorzutreten und das Amt zu übernehmen.
(N24.de, AP) |
Klar ist es nicht gerade berauschend das diese Länder Atomwaffen haben wollen, aber treiben die USA mit solchen Drohungen dies nicht noch voran? Denn nur wenn sie wirklich Atomwaffen haben können sie sicher sein das die USA sie nicht angreifen werden.
So manches mal frag ich mich ob die nicht aus den Fehlern im Irak gelernt haben ... aber scheinbar ist dieser "Denkzettel" noch nicht genug. Ich kann nur hoffen das es nicht zu einem weiteren Krieg kommt, denn der Iran ist doch ein etwas anderes Kaliber als der Irak.
MfG
Maestro |
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Fan
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*grusel*, die Amis sind wieder (noch?)größenwahnsinnig. Schröder hat recht, wenn er Bush auffordert lieber die EU in ihren diplomatischen Bemühungen zu unterstützen, damit der Iran bei internationalen Atomverträgen mitmacht. Außerdem sind Bush und seine Kumpels IMO mal wieder zu doof weit genug zu denken. Der Iran ist ein schiitischer Staat und der Irak ist ja, dank Bush , auch wieder ein schiitischer Staat....... und Kumpels helfen sich bekanntlich .....  |
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Woody
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Location: The Matrix
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Hatte Kontakt mit meinen Pals in LA. Sie meinten, daß viele (auch Journalisten) vermuten, das dem "New Yorker" diese Infos ""absichtlich" von der US Regierung zugespielt wurden, um so das Regime im Iran weiter unter Druck zu setzen und zu destablisieren! Da ich selber Verwandte im Iran habe gefällt mir das alles aber gar nicht!
Mit einem weiteren Krieg rechne ich aber nicht, Bush hat alles an Truppen was er auftreiben konnte im Irak stehen, für eine weitere Front im Iran fehlen Ihm, zum Glück, jetzt erstmal die Mittel!
hf Woody  |
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Kamikazekatze
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Posted:
01.02.2005 14:13 |
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Wenn der Besitz von ABC-Waffen (oder "Weapons of Mass Destruction" wie es der US-Amerikaner sagt) - allein schon der Verdacht - Grund genug ist um in ein anderes Land einzumarschieren und dessen Regierung abzusetzen um eine eigene "demokratisch freie" Regierung aufzusetzen, frage ich mich, warum es nicht legitim wäre in die USA einzumarschieren...
Der Grund wäre ja vorhanden und gerechtfertigt, Bush hat es uns schliesslich schon einmal bewiesen und die Drohung zeigt in gewisser Hinsicht auf, dass dieser Grund immernoch gegenwärtig und - augenscheinlich - gültig ist.
Klar ist es nicht schön wenn irgendjemand überhaupt ABC-Waffen besitzt. Meiner Meinung nach kann man auch gut ohne Sie leben... wer brauch schon Waffen mit denen er die halbe//ganze Welt ausrotten/vernichten/verseuchen kann... er _muss_ schliesslich auf dieser Welt weiterleben - sofern er sich dadurch nicht selbst aus der Geschichtsschreibung getilgt hat.
just my comment
ciao
Kamikatze |
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