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Ben Kenobi
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Gericht lehnt Aufschub ab, Schwarzenegger nimmt sich Zeit
12. Dezember 2005 Das Oberste Gericht im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien hat einen Exekutionsaufschub für den verurteilten Mörder und Kinderbuchautor Tookie Williams am Sonntag abend abgelehnt. Dies berichtete der Radiosender KCBS.
Der Gründer der berüchtigten Straßengang „Crips” und berühmteste Todeskandidat in Amerika hofft derzeit noch auf eine Begnadigung durch Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Lehnt Schwarzenegger eine Umwandlung der Todesstrafe in lebenslange Haft ab oder schreitet nicht noch in letzter Minute ein Bundesgericht ein, wird Williams in der Nacht zum Dienstag kurz nach Mitternacht Ortszeit durch eine Giftspritze sterben.
Schwarzenegger vertagt Entscheidung
Schwarzenegger hatte am Sonntag seine Entscheidung über eine Begnadigung des Todeskandidaten verschoben. Damit dürfte der gebürtige Österreicher erst am Montag und damit nur wenige Stunden vor der geplanten Hinrichtung entscheiden, ob er Williams begnadigt. Dessen Unterstützer bezeichneten die Verzögerung als grausam.
In der Nacht zum Sonntag hatten die Anwälte des Todeskandidaten einen Aufschub der Vollstreckung beantragt. Die Verurteilung Williams 1981 wegen vierfachen Mordes sei nicht rechtmäßig gewesen, hieß es in dem Antrag.
Leidenschaftliche Debatte
Das Oberste Gericht in Kalifornien hatte bereits Ende November einen Exekutionsaufschub abgelehnt, den die Verteidigung mit dem Hinweis auf „schlampige gerichtsmedizinische Arbeit” bei den seinerzeitigen Ermittlungen beantragt hatte.
Der Fall Williams hat in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit erfahren und in Amerika eine leidenschaftliche Debatte über die Todesstrafe erzeugt. Zahlreiche Prominente haben sich für die Begnadigung des 51jährigen eingesetzt. Williams wurde schuldig gesprochen, bei Raubüberfällen 1979 vier Menschen ermordet zu haben. Seitdem hat er Bücher geschrieben, in denen er Kinder davor warnt, in Straßenbanden einzutreten. Er ist für seine Arbeit gegen Bandenkriminalität wiederholt für den Friedensnobelpreis nominiert worden.
FAZ.NET |
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Markus
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tja selber schuld wenn er beknadigt wird auch gut nur er hat so viele getötet und dafür soll er büssen und die todesstraffe ist ok |
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Robert
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Ich frage mich an dieser Stelle nur eins: Wieso wird die Todesstrafe 2005 bei jemanden vollzogen, der bereits 1981 für seine Verbrechen verurteilt wurde???
mfg Robert |
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Ben Kenobi
Guest
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| Philly wrote: |
| tja selber schuld wenn er beknadigt wird auch gut nur er hat so viele getötet und dafür soll er büssen und die todesstraffe ist ok |
Nein, ist sie nicht! Die Todesstrafe verstößt gegen die Menschenrechte und ist im Grunde nichts anderes als staatlich legitimierter Mord.
PS: Könntest du eventuell Satzzeichen verwenden? So sind deine Beiträge doch sehr schwer zu lesen. |
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Saahm23
Darsteller
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Meiner Meinung nach sollte man ihn definitiv begnadigen und die Todesstrafe in Lebenslange Haft umwandeln.Der man hat sich seit Jahren schon von seiner kriminellen Vergangenheit diszanziert und Jugendlichen geholfen, sich vom Gangster dasein zu befreien.
Er hat viele Bücher geschrieben in denen er vor dem Bandenleben warnt.
Er wurde 5mal für den Friedensnobelpreis und 4mal für den Literaturnobelpreis nominiert.Mit Telefonanrufen und Briefen hat er versucht Konflikte zwischen Gangs zu schlichten.Man sollte diesem Mann weiterhin die Chance geben seine "Wiedergutmachungs Arbeit" weiter zu führen.Lebend nützt er der Gesellschaft mehr als Tod. |
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Robert
Regisseur
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Joined: 11 Jul 2004
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| Saahm23 wrote: |
| Lebend nützt er der Gesellschaft mehr als Tod. |
Da muss ich zustimmen!
Generell zum Thema pro/contra Todesstrafe möchte ich mich nicht ausführlich äußern, da dembetreffend in meiner Brust zwei Herzen schlagen. Logisch betrachtet bin ich gegen die Todesstrafe, aber wenn ich dran denke dass jemand meiner Freunde, Verwandten usw töten würde, dann wäre lebenslange Haft für mich irgendwie nicht genug. Vor allem weil die dann oft schon nach 15 Jahren wieder rauskommen, was irgendwie ja nicht wirklich als 'lebenslang' auszulegen ist.
mfg Robert |
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eilien
Regisseur
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Todesstrafe ja/nein war schon vor längerer Zeit ein sehr prominentes Thema hier im Forum, falls jemand darüber nochmal länger diskutieren möchte, kann er das im eigenen Thread tun  |
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~Bones~ |
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Robert
Regisseur
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Sorry, das hab ich nicht gewusst. Also, zurück zum Thema:
Schwarzenegger hat die Begnadigung abgelehnt. Das Urteil wird also heute vollstreckt.
mfg Robert |
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Maestro
Produzent
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| Robert wrote: |
Sorry, das hab ich nicht gewusst. Also, zurück zum Thema:
Schwarzenegger hat die Begnadigung abgelehnt. Das Urteil wird also heute vollstreckt.
mfg Robert |
Das Urteil wurde bereits um 09:01 Uhr MEZ vollstreckt, um 09:35 Uhr war er tot!
MfG
Maestro |
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Saahm23
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El Mariachi
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Hmm, Mörder bleibt Mörder. Aber was er alles nach seinem Verbrechen an Buße an den Tag gebracht hat ist vorbildlich. Find es echt schade, dass Arnie das nicht eingesehen hat . |
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Saahm23
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caro
Tontechniker
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Posted:
15.12.2005 09:33 |
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Netzeitung schrieb:
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Tookie Williams durch Giftspritze getötet
13. Dez 2005 09:45, ergänzt 12:02
In den USA ist der als Mörder verurteilte Stanley Tookie Williams hingerichtet worden. Ein Aufschub der Exekution war wenige Stunden zuvor definitiv abgelehnt worden. 1000 Menschen warteten vor dem Gefängnis.
Trotz internationaler Proteste ist der wegen vierfachen Mordes verurteilte Stanley Tookie Williams in Kalifornien hingerichtet worden. Der 51-Jährige starb am Dienstagmorgen (MEZ) durch eine Giftspritze im San-Quentin-Gefängnis nahe San Francisco.
Zeugen der Hinrichtung sagten im Fernsehsender CNN, es habe sehr lange gedauert, bis Williams das Gift injiziert werden konnte.
Vor dem Gefängnis hatten sich rund 1000 Anhänger und Gegner der Todesstrafe versammelt. Unter den Demonstranten waren der Bürgerrechtler Jesse Jackson, Folk-Sängerin Joan Baez und Schauspieler Mike Farrell. Baez sprach von einem «geplanten, antiseptischen, kaltblütigen Mord.»
«Staatlich gesponsertes Morden»
Etwa 40 Demonstranten zogen zu Fuß von San Francisco nach San Quentin und forderten auf Plakaten ein Ende des «staatlich gesponserten Mordens». Andere sagten, wie wollten hingegen an die erinnern, die durch Williams zu Tode kamen.
Für den wegen Mordes Verurteilten hatten sich rund 50.000 Menschen in einer Petition eingesetzt.
Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger und mehrere Gerichte hatten Gnadengesuche und Anträge auf einen Exekutionsaufschub abgelehnt. In der Nacht zum Dienstag (MEZ) verwarf auch der Oberste Gerichtshof der USA ein Gnadengesuch.
Schwarzenegger hatte seine Ablehnung der Begnadigung damit begründet, dass kein Zweifel an Williams Schuld an den Morden im Jahr 1979 bestehe. Er zweifle zudem daran, dass sich Williams hinter Gittern gebessert habe, sagte Schwarzenegger.
Williams' Anwälte hatten dagegen angeführt, dass ihr Mandant als Kinderbuchautor von der Zelle aus Gewalt angeprangert habe. Seine Anhänger nominierten ihn mehrfach für den Friedens- und Literaturnobelpreis. Williams hat sich für seine Banden-Verbrechen entschuldigt, die Morde aber stets abgestritten. (nz) |
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Tränen, Wut und Stille: Trauer um Williams
13. Dez 2005 11:55
Protest gegen die Exekution von Tookie Williams
Foto: AP
Die Hinrichtung von Tookie Williams sei ein «antiseptischer, kaltblütiger Mord», hat die Protestsängerin Joan Baez gesagt. Bis zuletzt kämpften Gegner der Todesstrafe vergeblich für das Leben des wegen Mordes Verurteilten.
Tausende Anhänger von Stanley Tookie Williams harrten am Montagabend vor den Toren des kalifornischen Gefängnisses San Quentin aus, um gegen die Hinrichtung des wegen vierfachen Mordes verurteilten Schwarzen zu protestieren.
Um eine Minute nach Mitternacht (9 Uhr MEZ), dem angekündigten Beginn der Exekution, brachen viele Menschen in Tränen aus, wie eine Reporterin des «San Francisco Chronicle» berichtete. Einige Anwesende lasen Passagen aus den Kinderbüchern vor, die der Delinquent während mehr als 20 Jahren im Todestrakt geschrieben hatte und in denen er von Bandenkriminalität und Gewalt distanzierte.
Fred Jackson war einer der Letzten, die von Williams Abschied nahmen. Der Todeskandidat hatte sich gemeinsam mit ihm für Jugendliche in Problemvierteln eingesetzt. «Er sagte, wenn er sterben sollte, sei dies Gottes Wille», berichtete der 67-Jährige von seinem Besuch.
«Wenn er keine Gnade erhält - wer dann?»
Ein Familienvater aus Richmond brachte seine beiden elf- und zwölfjährigen Kinder mit, um sie unmittelbar mit der Debatte über Todesstrafe zu konfrontieren. «Egal wie gut du wirst, sie werden dich immer zerquetschen», sagte er. «Wenn er keine Gnade erhält - wer dann?» fragte sich eine Frau unter Tränen.
Viele Demonstranten schwenkten Transparente mit den Aufschriften «Rettet Tookie» oder «Setzt Hinrichtungen aus». Nur wenige Menschen verteidigten die Exekution, sie wurden von Williams' Anhängern niedergeschrieen.
Für das Leben von Tookie Williams kämpften auch zahlreiche Prominente wie der Geistliche Jesse Jackson, die Protestsängerin Joan Baez und der Schauspieler Mike Farrell. Sie alle vermochten die Hinrichtung aber nicht aufzuhalten.
«Antiseptischer, kaltblütiger Mord»
«Heute Nacht findet ein geplanter, effizienter, kalkulierter, antiseptischer, kaltblütiger Mord statt», prangerte Baez an. Williams stelle keine Gefahr für die Gesellschaft dar, so Jesse Jackson. «Warum soll man Töten durch weiteres Töten töten?» (nz) |
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