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Maestro
Produzent
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Joined: 01 Jan 2003
Posts: 21975
Location: GOG
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Posted:
15.08.2003 07:53 |
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| 24fans.de wrote: |
Die Macher hinter der neuen Erfolgsserie von FOX heißen Joel Surnow und Robert Cochran.
Die Idee ist eigentlich ganz einfach und doch völlig neu. Man nehme einen gewöhnlichen Thriller und lasse ihn in Echtzeit ablaufen - über den Zeitraum eines Tages. 24 Stunden = 24 Folgen. Jede Minute in der Serie entspricht einer Minute für den Zuschauer.
Was man dadurch verliert ist die Möglichkeit langsam Handlungsbögen aufzubauen, den Zuschauer an die einzelnen Charaktere über mehrere Folgen heranzuführen. Der Zuschauer wird mehr oder minder ins kalte Wasser geworfen und muß selbst sehen wie er zurecht kommt.
Was man dadurch gewinnt ist ein ungewöhnlich hohes Maß an Spannung, Tempo, Detailgenauigkeit und Realitätsgefühl. Man weiß nie, was einem die nächsten 5 Minuten bringen werden.
Außerdem erfordert es ein hohes Maß an Talent und Geschicklichkeit der Drehbuchautoren, eine zeitdeckende und lückenlose Geschichte zu kreieren, die keine Logiklöcher aufweist. Der Luxus von Zeit, geht völlig verloren - jede Sekunde zählt.
Ein weiteres Detail, das bisher nur selten im Fernsehen oder auf der Leinwand genutzt wurde, ist der Splitscreen. Durch die teilweise in bis zu drei oder vier Bereiche geteilte Mattscheibe wird dem Zuschauer die Möglichkeit gegeben, die Geschehnisse an mehreren Orten gleichzeitig zu beobachten. Vor allem vor den Pausen und dem Episodenende wird, um dem Zuschauer den aktuellen Handlungsstand der einzelnen Schauplätze zu vermitteln, gerne darauf zurückgegriffen. Der Splitscreen ist am Anfang noch recht gewöhnungsbedürftig, macht aber schon bald einen großen Teil des Flairs der Serie aus.
Bereits vor dem Start wurde die Serie von den Kritikern hoch gelobt und bereits kurz nach dem Start der Serie in Amerika war allen klar, um was für einen Glücksgriff es sich bei der Idee gehandelt hatte. Beständige Zuschauerquoten in den USA von 8 Mio. Zuschauern und mehr, sowie etliche Auszeichnungen (u.a. bei den Golden Globe Awards und den Emmy Awards) spiegelten die herausragende Qualität der Serie wieder.
Der einzige wirkliche Nachteil des Konzeptes ist die Struktur des heutigen Fernsehprogrammes an sich. Mit anderen Worten: Werbepausen. In Amerika gibt es fünf Pausen pro Episode und auch in Deutschland werden wir wohl nicht unter drei Werbeblöcken wegkommen. Es mag sich harmlos anhören, aber bei einer Serie, die vom ersten Augenblick bis zum Ende vom Tempo eher einem Formel 1 Rennen als einer Fernsehserie ähnelt, fallen die Werbepausen mehr als schmerzlich auf. Von daher ist jedem empfohlen, der die Möglichkeit hat, sich die DVDs oder Videos aus England zu besorgen und sich die Serie am Stück anzusehen. Ohne die Werbeblöcke sind die Folgen zwar nur noch 42 Minuten und keine 60 Minuten lang, was dem Sehgenuß aber keinerlei Abbruch tut. |
Bin schon ganz gespannt wie sich das entwickelt, und natürlich ist noch eine Frage interessant: Nehmen die dt. Zuschauer dieses Konzept auch an? Eines kann man RTL2 aber nicht vorwerfen: Werbung für die Serie machen sie en masse.
MfG
Maestro |
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